Isabel Edvardsson

– DIE Tanzschule.de –

Community-Blog – Juli 2026

Wie entsteht eine Choreographie?

Hast du schonmal einen unserer Tanzlehrenden irgendwo still auf dem Boden liegend oder leicht zuckend sich zur Musik bewegen sehen? Das ist dann meistens ein Moment, in dem die Ideen sich zu einer Choreographie formen. Nachfolgend nehmen wir dich ein bisschen mit und zeigen dir, was in unseren Köpfen so vor sich geht.

Von der Idee zur fertigen Tanzroutine

Eine Choreographie wirkt für Zuschauer oft mühelos und selbstverständlich. Bewegungen fließen harmonisch ineinander, passen perfekt zur Musik und erzählen eine Geschichte oder vermitteln eine bestimmte Stimmung. Doch hinter jeder Choreographie
steckt ein kreativer Prozess, der weit mehr umfasst als das bloße Aneinanderreihen von Figuren.

Die Idee als Ausgangspunkt

Am Anfang jeder Choreographie steht eine Idee. Diese kann durch ein Musikstück, ein bestimmtes Thema, eine Emotion oder einen Anlass entstehen. Unsere Tanzlehrenden lassen sich meistens von einem bestimmten Musikstück inspirieren, dass sie nach geraumer Suchzeit endlich gefunden haben.

Die Bedeutung der Musik

Rhythmus, Tempo und musikalische Höhepunkte beeinflussen unsere Auswahl der Bewegungen und Figuren. Wir hören die Musik oft mehrfach an (bis sie uns wieder aus den Ohren kommt), analysieren ihre Struktur und suchen nach besonderen Momenten,
die durch passende Bewegungen hervorgehoben werden können.

Figuren auswählen und kombinieren

Im nächsten Schritt wählen wir bekannte Figuren und Bewegungsabläufe oder entwickeln neue. Dabei probieren wir aus, welche Elemente besonders gut zur Musik und zum gewählten Thema passen. Oft entstehen zunächst viele Ideen, die später wieder verworfen oder angepasst werden. Es ist also ein immer wiederkehrendes „Try and Error“. Manchmal herrscht jedoch auch gähnende Leere in unseren Köpfen. Das ist dann der Moment mit dem „auf dem Boden liegen und an die Decke starren“. Ihr glaubt gar nicht wie viel von diesem Prozessabschnitt manchmal in den seltsamsten Situationen passiert. Die besten Choreographien entstehen häufig unerwartet.

Proben und Feinschliff

Sobald die grundlegende Choreographie steht, beginnen wir mit der eigentlichen Feinarbeit. Während der Tanzstunden zeigt sich, welche Bewegungen gut funktionieren und an welchen Stellen Anpassungen notwendig sind. Übergänge werden verbessert, Bewegungen präzisiert oder doch nochmal ein Schritt komplett ersetzt. Das erkennt man bei uns häufig an einem „Hm lasst uns das doch mal so machen statt so…“. Da überarbeiten wir dann alles noch mal im laufenden Kurs. Ein bisschen Spontanität gehört immer mit dazu.

Fazit

Manchmal entsteht eine Choreographie in 10 Minuten und manchmal sitzt man 4 Tage vor demselben Lied ohne Einfälle und entscheidet sich dann doch für ein anderes. So oder so ist die Arbeit an einer Choreo nie so richtig beendet. Vor allem verfolgen wir jedoch jedes Mal ein Muster und wenn mal gar nichts geht, dann haben wir immer Kollegen an der Seite, die neuen Input geben können.